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MADEIRA - Teil 1

Madeira - auch "Blumeninsel" genannt, etwa 4 Flugstunden und 3200 Kilometer vom heimischen Kiel entfernt.

Berge, Meer, Vulkangestein, Felsformationen, unendlich steile Straßen, lange Tunnel, Wolken über und unter dir, Grün soweit das Auge reicht oder roter Wüstensand, der seit Monaten keinen Regentropfen gesehen hat.

Freundliche Menschen, Blumenmeer, der Duft nach Gewürzkuchen, Fisch und Brot, der durch die Straßen zieht.

Wir sollten in der Woche, die wir auf dieser wundervollen Insel verbringen durften so viele Eindrücke sammeln dürfen, dass man sie kaum verarbeiten konnte.

 

Jetzt, zwei Wochen nach unserer Rückkehr, nach dem durchschauen der vielen Bilder, wird mir wieder bewusst, wie wunderschön Madeira ist.

 

Um euch einen Eindruck zu vermitteln, fange von vorn an ...

 

Mittwoch, 07.08.2019

Es ist etwa 21 Uhr, die Koffer sind gepackt.

Um 2:45 fährt der Bus von Kiel zum Hamburger Flughafen, wenn ich Glück habe, bekomme ich also ein paar Stunden Schlaf, bevor wir um 1 wieder aufbrechen.

Spoiler: eineinhalb Stunden Schlaf.

Aber für den Urlaub ist man motiviert ;) Wir sammeln also unsere beiden Begleiter ein, nehmen den Bus und starten pünktlich um 6:10 Richtung Madeira.

4 Stunden Flug und eine angenehme Landung später (auf immerhin einem der gefährlichsten Flughäfen der Welt!), sammeln wir unsere Koffer vom Band, werden zu unserem Hotel gefahren und dürfen schon auf der Fahrt dorthin eines lernen:
Fahren auf Madeira ist ein schmaler Grat zwischen atemberaubenden Aussichten, beängstigenden Fahrgewohnheiten und steilen, engen Straßen, durch die gerade einmal ein Auto passt.

Wenn jemand entgegen kommt, ist man quasi aufgeschmissen. Aber die Madeirer sind dieses Leid offenbar gewohnt und so bugsiert uns unser kleiner Reisebus sicher bis zum Hotel in Funchal.

 

Im Quintas das Vistas Palace haben wir uns von Anfang an sehr wohl gefühlt, das Personal ist absolut freundlich und hilfsbereit gewesen und wir hatten einen traumhaften Ausblick von unserem Balkon über Funchal bis auf den Atlantik.

Das Hotel lag etwas oberhalb der Altstadt und des Zentrums, nicht im typischen "Hotelviertel" am Hafen.

So hatten wir einen 15-Minuten-Fußweg in die Altstadt, aber auch das Glück, viele einheimische Restaurants die Straße hoch zu haben, in denen man toll essen konnte.

 

Am ersten Tag nahmen wir die Seilbahn aus der Altstadt von Funchal hoch in das Stadtviertel Monte.

Dort angekommen, hatten wir einen traumhaften Blick über die Hauptstadt und konnten die berühmten Schlittenfahrer beobachten. Während unsere Männer unbedingt den Schlitten nehmen wollten, begnügten wir uns mit dem Abstieg zu Fuß - bis uns ein lieber TukTuk-Fahrer anbot, mitzufahren. Da sagt man ja nicht nein ;-)

Übrigens gab es überall "Bolo co Caco" - ein traditionell auf Stein gebackenes Brot aus Süßkartoffelmehl, das mit einer Art Kräuter-Knoblauch-Butter bestrichen wird.

UNFASSBAR lecker ♥

Am nächsten Tag starteten wir mit unserem Mietwagen Richtung Rabacal-Wasserfall - die Wanderung dorthin über die Wanderroute 25 Fontes (dt. 25 Quellen) war unglaublich schön, zwischenzeitlich unfassbar anstrengend, aber wir wurden mit Aussichten belohnt, für die es sich definitiv gelohnt hat!
Da wir relativ weit oben starteten, lag der Parkplatz ersteinmal komplett in den Wolken, Jurassic-Park-Feeling inklusive, wenn sie weiterzogen und den Blick auf die Schluchten freigaben.

An der Quelle angekommen, stellten wir fest, dass Quellwasser aus den Bergen ziemlich kalt ist. SEHR kalt.
Wir fühlten uns ein wenig wie beim Eistauchen. Aber: Zähne zusammengebissen und los - was tut man nicht alles für ein Foto!

Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zu einem der höchsten Wasserfälle Madeiras, dem Risco Wasserfall.

Zurück am Auto waren wir alle ziemlich erschöpft - durch die Wolken wandern ist nämlich wandern bei 100% Luftfeuchtigkeit und damit extrem schweißtreibend :D

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